Sexualmagieschule

Die ganzheitlich non-duale Weltsicht

 

Wir leben derzeit in einem eindeutig dualen monotheistischen Weltbild mit einer streng hierarchisch organisierten Struktur. Das betrifft hauptsächlich das Christentum, den Islam und die jüdische Fraktion. Allen dreien gemeinsam ist eine Schieflage in der Betrachtung der tatsächlichen Zusammenhänge zum Zwecke des Machtgewinns an sich und der Unterdrückung des weiblichen Elements. Diese Sichtweise brachte uns gleichzeitig ein ebenso strukturiertes imperiales Herrschaftssystem. Darüber kann auch unsere derzeit vorgegaukelte "Demokratie" nicht hinwegtäuschen.

So um die Zeitenwende (!) hat sich die imperiale Idee mit ihrem eher als krankhaft einzustufenden Machtwahn durchgesetzt. Seither wird "Religion" im heutigen Sinne eindeutig machtstabilisierend eingesetzt, indem man "Dem Göttlichen" ein imperiales Gewand umgehängt hat.

Die ganzheitlich integrierte, non-duale Weltsicht - die heute sogar von der Wissenschaft mehr und mehr bestätigt wird - hat sich so um 600 v. u. Z. global Ausdruck verschafft: Lao Tse, Gauthama Budhha, die vedischen Schriften und in Europa das ganzheitlich integrale Weltbild der Kelten, wie es sich allein schon durch die Einheit von dieser Welt und der Anderswelt ausdrückt. Der Höhepunkt dieser Phase war wohl so zwischen 400 und 200 v.u.Z. Mit der Schlacht in Alesia (Südfrankreich) sind "die Kelten" dem Imperium unterlegen - und Europa fiel für nahezu 2000 Jahre in eine finstere Zeit von Unterdrückung und Ausbeutung.

Hier muß ich hervorheben, daß das nicht nur eine theoretische Auseinandersetzung ist - nein, es ist eine gänzlich andere Denkweise, in die man sich als "Dual" trainierter Angehöriger (um nicht zu sagen "Sklave") des Imperiums nur schwer hineindenken kann. Das sollte man sich bewußt machen.

Aus meiner Sicht nun gibt es einen nicht näher beschreibbaren, aber ganz selbstverständlich immer und überall vorhandenen Urgrund des Seins (Einen "Gott" oder "Götter" gibt es in der non-dualen Weltsicht nicht), der "Alles was Ist" umfaßt. Das ist aus non-dualer Sicht sowas von klar, das muß nicht extra erwähnt werden (!)

Das ursprüngliche "Wesen" - zeitlos, raumlos, unendlich, unvorstellbar - hat sich geteilt, in einen eher als männlich "gepolten" und einen eher weiblich "gepolten" Teil. Das könnten die ersten "Alten" Götter gewesen sein. Und: Es ist kein "Vatergott" ohne "Muttergöttin" möglich.

Natürlich sind diese beiden dann die "Stammeltern" aller folgenden Generationen von Göttern, Geistwesen und - auch des Menschen.

Der Mensch ist somit auch Ausdruck des Göttlichen in seiner Entwicklung, seinem Ausdruck  in das/die materielle(n) Universum(-sen). Und "Der Mensch" als Mann und Frau spiegelt auch fraktal die Urpolarität wieder. Erst beide zusammen ergeben wieder "Eins".

Dann geht der Prozeß ganz ähnlich weiter wie bei einer befruchteten Eizelle: "Es" teilt und befruchtet sich immer weiter, schlußendlich in Abermilliarden "Teile", ist aber insgesamt immer der oder dasselbe - EINS.

Die befruchtete Eizelle enthält ja auch schon die ganze Information zu dem zu verkörpernden "Wesen", diese Information enthält schlußendlich jede Zelle eines lebendigen Organismus, und der dann entstandene "Mensch" besteht auch aus Milliarden von Zellen, die allesamt "Er-selber" sind und es auch "wissen".

Es entstehen Strukturen und Organe und und und.....

Es entsteht das "Universum" mit Strukturen, Galaxien, Sonnensystemen und und und....

...und es ist immer noch EINS - Mit Allem, was es ist. "Alles" enthält Immer einen fraktalen Teil von "Ur-Bewußtsein".

Das heißt, es gäbe ohne diese Ur-Polarität nicht einmal ein Stück Materie. Und deshalb sehe ich in der Polarität die eigentliche "Antriebskraft" im Universum. Daraus ergibt sich auch logisch die Trinität: Zwei Pole können ohne einander nicht existieren; sie bilden zwingend ein "Ganzes".

Folgt man diesem Gedanken, muß man sich "nur" bewußt machen - es gibt immer einen Zugang zum "Ur-Bewußtsein"!

Der ist "In Uns" angelegt - wir müssen ihn nur Wahr-Nehmen.

Diese Betrachtung zeigt, daß "echte" Polarität dadurch definiert ist, daß die jeweiligen Pole gar nicht ohne einander existieren können. Es ist also eine absolute Abhängigkeit gegeben. Das ist etwas ganz anderes als Dualität, die häufig mit Polarität verwechselt wird.

Dualität ist  zumeist eher künstlich aufgebaut, wie z.B. Gut und Böse. Dualität hat aber genau nicht diese Abhängigkeit von einander, d.h. "Die Guten" können durchaus ohne "Die Bösen" existieren - und umgekehrt.

In der Dualität kommt es daher immer auf den subjektiven Standpunkt an, sie ist immer relativ.

Bezogen auf Sexualmagie geht es immer um eine polare Beziehung, auch wenn in diesem Fall die "Pole" scheinbar unabhängig voneinander rumlaufen können, ist die absolute Abhängigkeit gegeben. Sind sich ein Mann und eine Frau dessen bewußt und bilden eine magische Partnerschaft, können sie diese schöpferischen Urkräfte bzw. Energien für sich nutzbar machen - und die sind sehr schöpferisch und tendenziell unbegrenzt.

Geht man von der Theorie aus, daß "Ein Mensch" immer als männlicher und weiblicher Seelenteil in diese Welt kommt um hier zu lernen und Erfahrungen in der Materie zu machen, so ist der Idealfall, daß diese beiden Teile auch wieder zusammentreffen. In der Literatur werden die beiden Teile ein bißchen irreführend als  Zwillingsseele bezeichnet - sie sind eben nicht Zwillinge, sie sind zwei gegenpolige Teile eines Ganzen.

Das ist die ursprüngliche Trinität.

Trifft sich so ein elementares Paar, steht häufig am Ende die "Heilige Hochzeit", auch "Hieros Gamos" genannt - Körper, Geist und Seelen geraten in Resonanz mit dem göttlichen Urgrund.

Sind sie jedoch noch nicht reif für so eine Begegnung, können sie sich auch hoffnungslos zerstreiten oder aus sogenannten "vernünftigen" Erwägungen auseinandergehen.

Pfingsten 2012

Markus Merlin


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